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Trauer/Tod und Erinnerungen




ein Beitrag von Nina Winkler 17.06.2004



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168 Stunden lang

Die letzte Nacht ging so schnell zu Ende, dass mir schwindlig wurde. Ich konnte es nicht fassen, als sich der Boden auftat, das Licht, die Liebe und mein Leben darin verschwanden und ich das Gefühl hatte, nie wieder etwas Sinnvolles tun zu dürfen. In diesem Loch versanken auch Selbstachtung, Stolz und Inspiration - die drei wichtigsten Dinge in einem Leben voller Zweifel. Der wiederum baute sich auf, spiralenförmig, zu einem riesengroßen, schwarzen Wirbel und begann, mich einzusaugen. Mit jeder Minute wurde ich mehr zum Schatten meiner selbst. Als ich dachte, es ginge nicht tiefer, tat sich der doppelte Boden auf und verschlang mich zum zweiten Mal. Ich sah die Wüsten meines Herzens und Orte des Schreckens, die ich niemals in mir vermutet hätte. Es tat weh, ich meinte, ich müsse daran zugrunde gehen wie ein angeschossenes Tier. Doch die Wunde in meinem Herzen verheilte und dank der Stunden des Glücklichseins fand ich den Mut, den Kopf aufzurichten und festzustellen: Es ist mein Leben. Was blieb, war der Schmerz, klein und latent. Er erinnert mich jede Minute meines Lebens daran, dass es noch tiefer gehen kann. Es ist auf jeden Fall besser, auf der Welle zu reiten, als sich von ihr verschlingen zu lassen.